Wer kennt das nicht? Mit Anfang 50 läuft der Körper nicht mehr so selbstverständlich wie mit 30. Die Schultern sind steifer, der Rücken meldet sich, und kleine Alltagsbewegungen kosten mehr Überwindung. Mobility-Training kann das ändern – wenn man weiß wie. Wir haben Philipp Marschall, CEO von FIT TEAM Bodensee und Personal Trainer in Radolfzell, gefragt, warum Mobility Training 50plus zur entscheidenden Gesundheits-Investition wird – und wie man konkret damit anfängt.
Mobility Training 50plus: 6 Fragen an Personal Trainer Philipp Marschall
Warum wird Mobility-Training ab 50 so wichtig?
Philipp Marschall: Ab etwa 40, spätestens ab 50, verliert der Körper kontinuierlich an Beweglichkeit – ein natürlicher Prozess, den man aber aktiv verlangsamen kann. Die Faszien werden dichter, die Gelenke bekommen weniger Synovialflüssigkeit, und die tiefen Stabilisatoren werden durch Sitzen im Alltag zunehmend schwächer. Was dann passiert: Menschen schränken unbewusst ihren Bewegungsradius ein, weil bestimmte Bewegungen wehtun oder sich ungewohnt anfühlen. Das beschleunigt den Abbau weiter. Regelmäßiges Mobility-Training bricht diesen Kreislauf. Ich sehe das täglich in meiner Arbeit als Personal Trainer am Bodensee – Menschen, die mit 55 anfangen, gezielt zu trainieren, haben mit 65 oft mehr Bewegungsfreiheit als solche, die es mit 45 vernachlässigt haben.
Welche Beschwerden bringen deine Klienten am häufigsten mit?
Philipp Marschall: Die Klassiker sind: steife Hüftbeuger durch jahrelanges Sitzen, eingeschränkte Schulterrotation aus dem Büroalltag oder alten Verletzungen, und ein verspannter Thorax – also die Brustwirbelsäule. Diese drei Bereiche limitieren buchstäblich alles andere: Kraft, Koordination, Ausdauer. Personal Training am Bodensee, das diese Einschränkungen ignoriert, baut auf einem schlechten Fundament. Deshalb starte ich bei neuen Klienten immer mit einem Beweglichkeits-Screening, bevor wir an Kraft oder Ausdauer arbeiten.
Welche 5 Mobility-Übungen empfiehlst du für den Alltag?
Philipp Marschall: Fünf Übungen, die zusammen etwa 15 Minuten brauchen und die kritischen Bereiche abdecken:
- Hip 90/90 Stretch – für die gesamte Hüftrotation, Innen- und Außenrotation gleichzeitig. 2 Minuten pro Seite.
- Thoracic Rotation im Vierfüßlerstand – öffnet die Brustwirbelsäule, die bei Büromenschen fast immer eingeschränkt ist. 10 Wiederholungen pro Seite.
- World’s Greatest Stretch – Ausfallschritt, Hüftbeuger-Dehnung und Schulterrotation in einer Bewegung. Wenn ich nur eine Übung wählen dürfte, wäre es diese. 5 Wiederholungen pro Seite.
- Faszienrollen Brustwirbelsäule – 1–2 Minuten sanft über die obere Rückenpartie rollen, dabei bewusst atmen.
- Armkreisen mit Wand-Kontakt – für die Schulterkapsel, besonders wichtig bei Menschen mit alten Schulter- oder Nackenproblemen.
Alle fünf sind ohne Equipment machbar – ideal für Personal Training am Bodensee, wo wir häufig draußen arbeiten.
Welchen Anti-Aging-Effekt hat konsequentes Mobility-Training?
Philipp Marschall: Aktuelle Forschung zeigt, dass Beweglichkeit einer der besten Prädiktoren für das biologische Alter ist. Der Sit-and-Rise-Test ist ein bekanntes Beispiel: Wer ohne Abstützen aus dem Schneidersitz aufsteht, hat statistisch eine deutlich höhere Lebenserwartung. Dahinter stecken neuromuskuläre Koordination, Gelenk-Gesundheit und Gleichgewicht gleichzeitig. Bei meinen Klienten beobachte ich: Wer Mobility 50plus konsequent trainiert, bewegt sich nach sechs Monaten wie jemand, der biologisch fünf bis zehn Jahre jünger ist. Weniger Schmerzen im Alltag, mehr Energie, besserer Schlaf. Deshalb bedeutet Personal Training am Bodensee für mich immer auch Bewegungsqualität – nicht nur Kraftaufbau.
Wie kombinierst du Mobility mit Krafttraining?
Philipp Marschall: Die meisten denken, Mobility und Kraft wären getrennte Welten – das stimmt nicht. Beim funktionellen Krafttraining wird Beweglichkeit unter Belastung trainiert, was der effektivste Weg ist, neue Bewegungsräume dauerhaft zu verankern. Ich baue Mobility-Einheiten immer ins Aufwärmen ein und als Übergänge zwischen Kraft-Sets: nach einem Satz Kniebeuge direkt Couch Stretch für den Hüftbeuger, nach Schulterdrücken direkt Armkreisen mit Wand-Kontakt. Das kostet kaum Extra-Zeit, verdoppelt aber den Effekt. Wer auf der Personal Trainer Suche am Bodensee nach einem Trainer sucht, sollte gezielt nach diesem integrierten Ansatz fragen.
Was macht dein Personal Training am Bodensee besonders?
Philipp Marschall: Ich komme aus dem Hochleistungssport – ich habe mit DTM- und Formel-1-Fahrern gearbeitet, aber auch mit Radsport-Profis wie André Greipel und Jan Ullrich. Im Hochleistungssport verzeiht Einschränkungen niemand. Wenn ein Rennfahrer in der schnellen Kurve die Schulter nicht frei drehen kann, ist das ein Sicherheitsproblem. Diese Präzision übertrage ich auf meine Klienten ab 50 in Radolfzell und der gesamten Bodensee-Region: Bewegungsqualität ist keine Option, sie ist die Grundlage für alles andere. Wer mit 55 beweglich und stark ist, bleibt mit 65 selbstständig und aktiv. Das ist mein Antrieb als Personal Trainer Philipp Marschall am Bodensee.
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